Kira und Luna sind Zwillingsschwestern. Aber sie könnten verschiedener nicht sein: Während Kira den Broadway und die Show liebt und das deutsche Feuilleton hochnäsig findet, arbeitet Luna als Dramaturgin am Staatstheater und hält das Abendland für gefährdet durch den seichten Quatsch, den ihre Schwester macht. Die beiden gönnen sich auf der Bühne keinen Zentimeter, wenn es darum geht, klar zumachen, was Kunst ist. Doch nun kommt durch einen familiären Todesfall ans Licht, dass es einen unbekannten Großvater gibt, der in den 20er Jahren Lieder geschrieben hat und dann vergessen wurde. So müssen die beiden Rampen-Kontrahentinnen wohl oder übel die eigene Familiengeschichte und damit auch deutsche Kultur- und Theater-Geschichte aufarbeiten, damit alles vielleicht doch noch ein versöhnliches Ende findet. Franziska Becker und Nini Stadlmann verkörpern unter gelegentlicher Mithilfe ihres Pianisten und einer Stimme aus dem Off bis zu neun Personen aus drei Jahrhunderten und geben ungefähr alles zum Besten was man musikalisch auf der Bühne machen kann: Broadway-Nummern, satirische Chansons, rockige Anti-Kommerz-Songs, Neue-Musik-Performances, Schlager und die Operette zur Rettung Opas - was darf’s denn sein? Kira und Luna haben auf diese Frage ihre jeweils ganz klare Antwort und merken erst im Laufe der Suche nach den eigenen Wurzeln, dass gerade die Mischung den Reiz...

  Alles geht einfacher online. Auch das mit dem Verlieben. Oder? Amor und Gott streiten sich darum, wer in dieser Welt noch das Sagen hat. Die Sterne oder Satelliten? Der Bio- oder der Algorithmus? Gott oder Google? Derweil bemühen sich Clara und Hans darum, die Liebe ihres Lebens zu finden. Also sich. Also gegenseitig. Aber sie gehen immer wieder ins Netz. Und da verlieren sie sich. Es wird Zeit, dass Amor zeigt, ob er den Egoshootern die Stirn bieten kann. Ein Stück über Daten und Dates, Kinder und Tinder, Ghosting und Posting, also über all die modernen Probleme von heute. Und über die Liebe.   Es spielen: Steffi Schwendy und Tom van Hasselt Text und Musik: Tom van Hasselt Eine Produktion des Schmidts Tivoli Theaters...

  ALMA und das Genie   Sie hatte sie alle. Alle Künste und deren Alpha-Männer: Musik (Mahler, Zemlinsky), Malerei (Klimt, Kokoschka), Literatur (Hauptmann, Werfel), Architektur (Gropius). Wer als kreativer Mitteleuropäer vor hundert Jahren etwas zu sagen hatte, bei dem zuhause hatte sie das Sagen: Alma Mahler-Werfel, die Frau mit den nachhallenden Nachnamen und den spitz machenden Spitznamen: Ob als Genie-Groupie, Hochkulturschlampe oder Göttin der Begabten – sie lässt noch heute keinen kalt. Sie macht alle heiß.    50 Jahre nach ihrem Tod schreibt Tom van Hasselt das erste Alma-Musical über die Muse Alma. Und indem er alle männlichen Rollen gleich selbst übernimmt, hofft er mindestens einmal von ihr geküsst zu werden und dadurch endlich auch zu den größten Genies des Abendlandes zu gehören.    Genialer Plan, doch spielt Alma da mit? Sicher ist nur: Nini Stadlmann spielt Alma und wird alles geben, damit die Männer ihr zu Füßen liegen, egal ob sie nun Kunst oder doch wieder nur Sex wollen.    Sehen Sie mit „ALMA und das Genie“ einen Abend über zwei Menschen, die Göttliches erstreben und doch nur allzu Menschliches erleiden. Ein Musical, das ein halbes Jahrhundert Abendland in einem Menschenleben und ein halbes Dutzend Künstler-Beziehungen in zwei Stunden widerspiegelt. ...

  Die espresso-schwarze, bittersüße Musical-Komödie der Stammzellformation beweist mit viel Originalität in Wort und Ton, dass das Prinzip von Angebot und Nachfrage im Szenebezirk funktioniert: Wenn schon alles voll ist von Müttern, die im Café rumlungern, warum dann nicht mal eine Latte aus Muttermilch?   Simone und Thomas haben einen Laden in Berlin - Prenzlauer Berg, und sie verkaufen das, was die Jung-Mütter und Szene-Yuppies am meisten brauchen: Milchkaffee. Doch leider ist im entscheidenden Moment die Milch alle. Die unglücklich in Thomas verliebte Ost-Praktikantin Helena muss schnell welche besorgen und hat als einzige Quelle eine schlafende Mutter im Hinterzimmer. Plötzlich läuft der Laden, denn Helena hat weißes Gold entdeckt. Alle reißen sich um die geheimnisvolle Latte, doch es braut sich Unheil zusammen …   Mamma Macchiato beweist, dass es ein Musical gibt, das der Prenzlauer Berg verdient. Hier werden Powermütter gemolken und Milchbubis abserviert. Blasierte Bauherrinnen tanzen mit dekadenten Schaum-Künstlern den Rumba Gentrificado während sich zwischen drei Menschen ein Beziehungs- und Familiendrama entwickelt, das griechisch- tragödische Dimensionen bekommt – spätestens wenn die Schwiegermutter aus Schwaben erscheint. Sweeney Todd singt im kleinen Horrorladen am Kollwitzplatz ein funky Ständchen für die kreative Elite Deutschlands.   Es spielen: Nini Stadlmann, Franziska Kuropka/Melanie Haupt, Tom van Hasselt Text, Musik und am Klavier: Tom van Hasselt Eine Produktion der Stammzellformation 2011/2017...

  Das Mikrobical   Dr.Ich hat es geschafft. Nach jahrelangen Forschungen hat er in einer Hirnzelle den Teil des menschlichen Gehirns ausfindig gemacht, der seine Persönlichkeit repräsentiert. Seine Seele, sein Bewusstsein: Das Ich. Doch der Versuch, diese Hirnzelle aus seinem eigenen Körper zu isolieren geht schief, und es kommt zum Super-GAU. Dr.Ich verschluckt sich und landet in seinem eigenen Darm.   Der Klavierkabarettist Tom van Hasselt, seit zehn Jahren mit Solo-Programmen auf deutschsprachigen Bühnen unterwegs, präsentiert mit Dr.Ich sein erstes Musical, das Satire und Big Show zugleich ist. Um sich versammelt hat er ein zehnköpfiges Team von Schauspielern, Musical-Darstellern und Musikern die sich alle auf der Suche nach originellem Stoff in diesem Genre auf das Experiment eines Kleinkunst-Musicals einliessen.   Nach drei Aufsehen erregenden Lesungen im Robert-Koch-Hörsaal der Charité in Berlin wurde die Inszenierung des Stückes als erste Produktion der Stammzellformation in Bern und Berlin mit Standing Ovations gefeiert.   Aus dem Kopf in den Bauch   Was ist ein Mikrobical? Ein Mikrobical ist ein Musical, das im Inneren statt findet. Ein Musical, das verzichtet auf alle Geschmacksverstärker, Farbstoffe und Konservierungsmittel, und dafür reicher ist an natürlichen Zutaten: Musik, Schauspiel und Tanz – und ausserdem noch was für den Kopf. Am Anfang war die Zelle. Die Mikrobe. Das Bakterium. Der Ursprung...

Die Stammzellformation, die kleinste und originellste Musical-Company der Welt schreibt Geschichten und Geschichte. In diesem Fall die Geschichte von Nina und Tim, die die kleinste Musical-Company der Welt gründen und damit Geschichte schreiben wollen.   Dabei muss alles dran glauben, was sich hierzulande Musiktheater nennt. Tristan und Isolde werden ebenso durch den schwarzen Kakao gezogen wie sämtliche „Klassiker“ der Musical-Geschichte, wenn Nina in ihrer siebenminütigen Parade-Nummer „Kann doch jeder“ ihren Weg durch die Schulen und Bühnen der Republik nacherzählt (weiter unten kann jeder nachprüfen, ob das jeder kann).   Die zwei Darsteller spielen dabei nicht nur fünf Instrumente sondern auch drei Rollen, denn das ganze ist nicht nur eine ironische, bunte Revue, es ist auch eine Dreiecksbeziehungs-Tragikkomödie, bei der man bis zum Schluss nicht weiß, ob sie tragisch oder komisch endet. Die Geschichte des Musicals eben.   „Wenn die zwei Darsteller singen, tanzen, steppen, fechten, rappen- und trommeln macht es den Eindruck, als spiele ein ganzes Orchester auf.“ BERLINER ZEITUNG   „ ‚Drei‘ ein toller Beitrag zur Weiterentwicklung des Genres Musical in Deutschland.“ MUSIKALITIS   „Die Stammzellformation spielt in ‚Drei‘ wieder einmal alles aus, was einfach nur geht. Ansteckend und mitreißend.“ THATSMUSICAL   Nina: Nini Stadlmann Tim | Mr. H: Tom van Hasselt Regie: Felix Powroslo Text | Musik: Tom van Hasselt Choreografie: Nini Stadlmann Fotografie | Grafik | Bühne: Hendrik...

  Deutschland im Wahljahr.   Das übliche, langweilige Polit-Theater also. Wie wär’s stattdessen mal mit einem Polit-Musical? Für die verkannte Band „Die Drei von der Stammzelle“ ist längst klar: Dieses Land braucht mehr Show, dieses Land braucht ein Musical. Ein böses Musical.   Durch einen Zufall, bei dem viel Alkohol im Spiel ist geraten sie an die Bundestagsmandate von drei völlig unbekannten Abgeordneten und damit einen Fernsehauftritt im Parlament. Die Antrittsrede ist der Hammer, und die drei gründen aus Verlegenheit eine neue Partei: Die PDF – eine Partei ohne Inhalte aber mit Hochglanzpapier. Der Siegeszug dieser Showpartei ist vorprogrammiert – auch ohne Parteiprogramm.   Doch was ist mit der alten Band und der Freundschaft der drei? Und was ist mit dem „Schattenkabinett“, das sich heimlich im Untergrund formiert hat und die Macht wieder an sich reißen will? Werden die Drei von der Stammzelle Deutschland retten?   Mit „Die Drei von der Stammzelle“ macht die Stammzellformation kompromisslos das, worauf sie schon immer Lust hatte. Ein Musical, das sein Thema und sein Genre nicht allzu ernst nimmt, dabei aber satirisch den Nerv der Zeit trifft. Die drei Darsteller und Musiker bedienen sich ausgiebig bei den eigenen Talenten und Vorlieben und machen alles, was man im Musiktheater machen kann. So trifft politisches...