Mamma Macchiato

Tom van Hasselt

Text, Komposition, Darsteller

Uraufführung

Maschinenhaus der Kulturbrauerei, Berlin

Jahr

2011

Adaption

2017, Hamburg-Version, Schmidtchen (Tivoli)

Übernahme

2018, Theater Karlsruhe, Nominiert als "Bestes Revival" für den Deutschen Musical Theater Preis 2019

Category
Satirische Musicals

 

Die espresso-schwarze, bittersüße Musical-Komödie der Stammzellformation beweist mit viel Originalität in Wort und Ton, dass das Prinzip von Angebot und Nachfrage im Szenebezirk funktioniert: Wenn schon alles voll ist von Müttern, die im Café rumlungern, warum dann nicht mal eine Latte aus Muttermilch?

 

Simone und Thomas haben einen Laden in Berlin – Prenzlauer Berg, und sie verkaufen das, was die Jung-Mütter und Szene-Yuppies am meisten brauchen: Milchkaffee. Doch leider ist im entscheidenden Moment die Milch alle. Die unglücklich in Thomas verliebte Ost-Praktikantin Helena muss schnell welche besorgen und hat als einzige Quelle eine schlafende Mutter im Hinterzimmer. Plötzlich läuft der Laden, denn Helena hat weißes Gold entdeckt. Alle reißen sich um die geheimnisvolle Latte, doch es braut sich Unheil zusammen …

 

Mamma Macchiato beweist, dass es ein Musical gibt, das der Prenzlauer Berg verdient. Hier werden Powermütter gemolken und Milchbubis abserviert. Blasierte Bauherrinnen tanzen mit dekadenten Schaum-Künstlern den Rumba Gentrificado während sich zwischen drei Menschen ein Beziehungs- und Familiendrama entwickelt, das griechisch- tragödische Dimensionen bekommt – spätestens wenn die Schwiegermutter aus Schwaben erscheint. Sweeney Todd singt im kleinen Horrorladen am Kollwitzplatz ein funky Ständchen für die kreative Elite Deutschlands.

 

Es spielen: Nini Stadlmann, Franziska Kuropka/Melanie Haupt, Tom van Hasselt
Text, Musik und am Klavier: Tom van Hasselt
Eine Produktion der Stammzellformation 2011/2017